Ein Poolkissen sollte straff, aber nicht hart aufgeblasen sein.
Pump es so weit auf, dass es seine Form sauber hält und die Winterplane sichtbar anhebt. Wenn du mit der flachen Hand auf das Kissen drückst, darf das Material noch spürbar nachgeben.
Genau daran kannst du dich in der Praxis besser orientieren als an einer festen Prozentzahl.
Der einfache Fülltest mit der Hand
Nach dem Aufblasen prüfst du das Kissen direkt:
- Es hält seine Form selbstständig.
- Es wirkt straff und nicht schlaff.
- Die Fläche gibt bei Druck mit der flachen Hand noch etwas nach.
- Nähte und Rand stehen nicht sichtbar unter starker Spannung.
- Das Kissen kann die Winterplane deutlich anheben.
Fühlt sich das Poolkissen dagegen fast so hart an, dass du die Oberfläche kaum noch eindrücken kannst, ist mehr Luft nicht nötig.
Das Ziel ist Form und Volumen, nicht möglichst hoher Innendruck.
So pumpst du das Poolkissen richtig auf
Lege das Kissen zunächst frei aus, damit es sich beim Befüllen ungehindert entfalten kann.
Dann gehst du schrittweise vor:
- Poolkissen langsam aufblasen.
- Zwischendurch Form und Spannung kontrollieren.
- Aufhören, sobald es stabil und straff steht.
- Mit der flachen Hand den Füllstand prüfen.
- Noch etwas Luftreserve lassen.
Für die runden Poolkissen und das rechteckige Poolkissen gilt dabei dasselbe Prinzip.
Du musst das Kissen nicht bis zur maximal möglichen Größe aufpumpen, damit es seine Aufgabe erfüllt.
Warum Luftreserve wichtig ist
Die Luft im Poolkissen reagiert auf Temperaturänderungen.
Wird es nach dem Aufblasen deutlich kälter, sinkt der Innendruck und das Kissen kann weicher wirken. Steigen die Temperaturen später wieder, nimmt der Innendruck wieder zu.
Deshalb lassen wir beim Aufblasen bewusst Reserve.
Vor allem an einem sehr kalten Tag solltest du ein weich wirkendes Poolkissen nicht so lange nachpumpen, bis es hart ist. Bei späterer Erwärmung steigt der Druck wieder.
Wenn dein Kissen nach einem Temperatursturz plötzlich deutlich weicher aussieht, prüf deshalb zuerst die Wetterentwicklung. Wie du Temperatur und tatsächlichen Luftverlust auseinanderhältst, zeigen wir unter Poolkissen verliert bei Kälte Luft bzw. Volumen: Undicht oder normal?.
Woran erkenne ich zu viel Luft?
Zu viel Luft erkennst du nicht an einer einzelnen Zahl, sondern am Zustand des Kissens.
Typische Hinweise sind:
- Die Oberfläche fühlt sich sehr hart an.
- Das Material lässt sich mit der flachen Hand kaum noch eindrücken.
- Nähte und Rand wirken stark gespannt.
- Das Kissen steht bereits sehr straff, wird aber trotzdem weiter aufgepumpt.
Dann solltest du nicht weiter Luft einfüllen.
Ein Poolkissen muss nicht maximal prall aussehen. Es soll die Winterplane zuverlässig anheben und dabei noch etwas nachgiebig bleiben.
Woran erkenne ich zu wenig Luft?
Auch zu wenig Luft lässt sich gut sehen.
Das Kissen ist noch zu weich, wenn es:
- seine Form nicht sauber hält,
- deutlich in sich zusammensackt,
- die Winterplane kaum anhebt,
- unter der Plane schnell flachgedrückt wird.
Dann kannst du schrittweise etwas Luft nachfüllen und erneut mit der Hand prüfen.
Der richtige Bereich liegt dazwischen: formstabil und straff, aber noch nachgiebig.
Welche Pumpe sollte ich verwenden?
Am besten eignet sich ein Blasebalg oder eine geeignete Niederdruckpumpe.
Ein Hochdruck-Kompressor ist für ein Poolkissen nicht die richtige Wahl. Beim Aufblasen brauchst du vor allem Luftvolumen und Kontrolle – keinen hohen Druck.
Mit einer Niederdruckpumpe kannst du dich langsam an den passenden Füllstand herantasten und zwischendurch immer wieder prüfen.
Muss das Poolkissen seine maximale Größe erreichen?
Nein.
Die angegebenen Maße helfen bei der Einordnung der Produktgröße, sind aber kein Zielwert, bis zu dem das Kissen unbedingt aufgeblasen werden muss.
Für Rundpools gibt es drei Größen:
| Variante | Einsatzbereich | Voll aufgeblasen ca. |
|---|---|---|
| 2-m-Version | Rundpool Ø 180–300 cm | Ø 170 cm, Höhe ca. 130 cm |
| 3-m-Version | Rundpool Ø 300–420 cm | Ø 250 cm, Höhe ca. 210 cm |
| 4-m-Version | Rundpool Ø 420–550 cm | Ø 350 cm, Höhe ca. 280 cm |
Für die Anwendung zählt vor allem, dass das Kissen seine Form hält und die Plane anhebt, ohne unnötig hart aufgepumpt zu sein.
Nach dem Aufblasen richtig positionieren
Der passende Füllstand allein reicht nicht. Das Poolkissen muss anschließend auch richtig unter der Winterplane liegen.
Befestige es über die vorgesehenen Ösen so, dass es an seiner Position bleibt. Die Seile sollen das Kissen halten, nicht auseinanderziehen.
Danach kommt die Winterplane darüber.
Prüf zum Schluss noch einmal:
- Hebt das Kissen die Plane sichtbar an?
- Bleibt es an der vorgesehenen Stelle?
- Fühlt es sich weiterhin straff, aber nicht hart an?
Die komplette Anwendung vom Aufblasen bis zur Befestigung zeigen wir unter Poolkissen richtig verwenden: Aufblasen, befestigen und positionieren.
FAQ
Zu wie viel Prozent sollte ich ein Poolkissen aufblasen?
Orientiere dich besser am Kissen selbst: Es soll seine Form halten, die Plane anheben und bei Druck mit der flachen Hand noch etwas nachgeben.
Darf ein Poolkissen ganz prall sein?
Es darf straff sein, sollte aber nicht hart aufgepumpt werden. Lass etwas Luftreserve für Temperaturänderungen.
Soll ich bei Kälte nachpumpen?
Nur wenn das Kissen seine Form oder Funktion deutlich verliert. Wird es lediglich etwas weicher, prüf zuerst, ob die Temperatur gefallen ist.
Kann ich einen Kompressor verwenden?
Verwende besser einen Blasebalg oder eine geeignete Niederdruckpumpe. So lässt sich der Füllstand kontrollierter einstellen.
Muss das Poolkissen die volle angegebene Größe erreichen?
Nein. Entscheidend ist, dass es formstabil ist und die Winterplane zuverlässig anhebt.